{"id":14,"date":"2014-01-30T15:30:16","date_gmt":"2014-01-30T15:30:16","guid":{"rendered":"http:\/\/keineopfer.de\/wordpress\/?page_id=14"},"modified":"2015-02-01T15:36:48","modified_gmt":"2015-02-01T15:36:48","slug":"material","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/keineopfer.de\/wordpress\/?page_id=14","title":{"rendered":"Material"},"content":{"rendered":"<p>https:\/\/soundcloud.com\/kritische-wissenschaften\/sets\/erinnern-verdr-ngen-vergessen<\/p>\n<p>(falls nicht erreichbar bitte einfach eine Mail an: keineopfer [@] riseup [.] net )<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" style=\"border: none; overflow-y: scroll; width: 100%; height: 209;\" src=\"http:\/\/cba.fro.at\/1594\/embed?&amp;waveform=false&amp;subscribe=true&amp;description=true\" width=\"100%\" height=\"209\"><\/iframe><\/p>\n<div id=\"magicdomid22\">\n<h1><b>70 Jahre Darmst\u00e4dter Brandnacht\u00a0<\/b><\/h1>\n<\/div>\n<p><strong>Darmst\u00e4dter Vergangenheitsbew\u00e4ltigung und der Mythos von unschuldigen deutschen Opfern<\/strong><\/p>\n<p>In der Nacht vom 11. zum 12. September 1944 bombardiert die &#8222;No. 5 Bomber Group&#8220; der britischen Royal Air Force (RAF) auf Befehl des Luftmarschalls Arthur Harris Darmstadt.<sup>1<\/sup> Es ist einer von 20 Angriffen im Jahr 1944 und von insgesamt 36 zwischen Juli 1940 und dem 14. M\u00e4rz 1945. W\u00e4hrend des schwersten Luftangriffs auf Darmstadt im Zweiten Weltkrieg starben 6049 Menschen, wurden 3749 verwundet und sind 4502 vermisst, die aber h\u00f6chstwahrscheinlich ebenfalls den Tod fanden. Von ehemals 115.000 Einwohnern in Darmstadt zu Beginn des Krieges, lebten nach dem 12. September nicht mal mehr die H\u00e4lfte in der Stadt, woran der Bombenangriff einen gro\u00dfen Anteil hatte.<sup>2<\/sup> Hohes individuelles Leid, was durch eine kollektive Schuld und Verantwortung der normalen Deutschen begr\u00fcndet ist bzw. hervorgerufen wurde. Im Folgenden soll die Bedeutung Darmstadts und vor allem die Bedeutung der deutschen, national-sozialistisch gesinnten Bev\u00f6lkerung f\u00fcr das Funktionieren des v\u00f6lkischen und antisemitischen Faschismus im deutschen Reich er\u00f6rtert werden. Die Ursache der Luftangriffe durch die Alliierten auf Deutschland war der Nationalsozialismus, der auch in Darmstadt sehr gut funktionierte.<\/p>\n<p><strong>Nationalsozialismus in Darmstadt<\/strong><\/p>\n<p>Zur Kommunalwahl 1929 kommt die Fraktion der NSDAP schon auf f\u00fcnf Sitze, was 10,5% der Stimmen entspricht. Zu diesem Zeitpunkt lag das Ergebnis der faschistischen Partei schon \u00fcber dem Bundesdurchschnitt. Dieser Trend setzt sich 1930 mit 24,4% (landesweiter NSDAP-Schnitt: 18,3%; Wahlbeteiligung: 82%) und 1933 mit 50% (landesweit: 44%; Wahlbeteiligung: 88,74%) bei den Reichstagswahlen stetig fort. Die M\u00e4rzwahlen &#8217;33 waren die letzten freien Wahlen, die aber dennoch eine breite nationalsozialistische Gesinnung der Bev\u00f6lkerung darlegten. <sup>3<\/sup> Direkt nach der Regierungs\u00fcbernahme am 06. M\u00e4rz 1933 wird am langen Ludwig auf dem Luisenplatz und am Gewerkschaftshaus (damals Bismarckstra\u00dfe) die Hakenkreuzflagge gehisst. Drei Tage sp\u00e4ter am 09. M\u00e4rz stehen erstmal SA-Boykott-Posten vor j\u00fcdischen Gesch\u00e4ften in Darmstadt. Zur selben Zeit wird &#8222;undeutsche&#8220; Literatur in der Stadtbibliothek aussortiert und die Technische Hochschule (heute TU Darmstadt) meldet am 01. April &#8222;judenfrei&#8220;, was das Landestheater 1937 nachholen kann. Am 03. Juli 1938 kann die gleichgeschaltete Hessische Landzeitung auch von den gro\u00dfartigen Darmst\u00e4dter Verdiensten berichten:&#8220;Es gibt wohl wenige St\u00e4dte in Deutschland, in denen die Arisierung des Einzelhandels so rasch und so durchschlagend vorangeschritten ist wie in unserer Vaterstadt Darmstadt.&#8220; <sup>4<\/sup><\/p>\n<p>1942 und 1943 konnte sich das ehemalige Gro\u00dfherzogtum sogar in die industrielle Massenvernichtung einbringen. So diente die Liebig-Oberschule als Durchgangs- bzw. Sammellager f\u00fcr s\u00fcdhessische Juden nach Auschwitz, Lublin, Maidanek und Theresienstadt. Nach der Sammlung und Registrierung in den Schulgeb\u00e4uden und auf dem Hof wurden die j\u00fcdischen Menschen zum G\u00fcterbahnhof getrieben, wo sie in Viehtransporter verladen wurden. Es gab drei gro\u00dfe Margen der &#8222;Judenevakuierung&#8220;, wie es im NS-Jargon hie\u00df, vom Pausenhof der Liebig Oberschule: am 20. M\u00e4rz 1942 1000 Juden nach Lublin (164 aus Darmstadt stammend); 27. September 1942 1288 Juden nach Theresienstadt (188 aus Darmstadt stammend) und am 30. September 1942 883 Juden in das Generalgouvernement (Polen). Die letzte offizielle und bekannte Deportation fand imFebruar 1943 statt, als alte und kranke Juden aus einem Altersheim in der Eschollbr\u00fccker Stra\u00dfe (Rosenthalsche Klinik) nach Theresienstadt deportiert wurden. Auch in Darmstadt ist die Deportation ein Ausdruck deutscher Gr\u00fcndlichkeit.<sup>5<\/sup> Davon zeugt auch die Aussage eines Kriminalbeamten, der bei der Registrierung und Deportation der Darmst\u00e4dter Juden anwesend war: &#8222;Bei der Aktion in Darmstadt ist es zu keinen T\u00f6tungen gekommen. Mir ist auch nicht bekannt, da\u00df jemand gestorben ist. Es ging hier in Darmstadt ganz korrekt zu.&#8220;<sup>6<\/sup> Dass der erste Teil des Zitats wohl zum Schema der deutschen Schuldabwehr geh\u00f6rt, belegen Augenzeugen der &#8222;Judenm\u00e4rsche&#8220; zum Bahnhof, die von Stockhieben der SA-Bewacher und dem Zusammenbrechen alter Menschen berichten.<sup>7<\/sup> Im Juni 1943 kann schlie\u00dflich ganz Darmstadt &#8222;judenfrei&#8220; vermelden.<\/p>\n<p>Auch Sinti und Roma sind aus Darmstadt in Konzentrationslager deportiert worden. So wurden am 16. Dezember 1942 die verbliebenen Darmst\u00e4dter Sinti und Roma auf Erlass von Heinrich Himmler pers\u00f6nlich nach Auschwitz deportiert.<sup>8<\/sup> Dass die Deportationsfrage Darmst\u00e4dter selbst heute noch umtreibt, zeigt die mehrmalige Zerst\u00f6rung des Deportationsdenkmals am Darmst\u00e4dter G\u00fcterbahnhof 2006 und 2013.<\/p>\n<p><strong>Darmst\u00e4dter Nazi Prominenz<\/strong><\/p>\n<p>Doch nicht nur die kollektive Gesinnung der Heiner war eindeutig &#8211; es konnten auch ber\u00fchmte NSDAP Kader vorgewiesen werden.<\/p>\n<p>Einer davon war Hans Stark, SS-Mitglied aus Darmstadt und Leiter der Aufnahmeabteilung im KZ Auschwitz. Er gilt als einer der brutalsten SS-Aufseher in Auschwitz, bekam 1965 die H\u00f6chststrafe nach Jugendstrafrecht von 10 Jahren, wurde aber bereits 1968 wieder entlassen.<sup>9<\/sup> Oder aber auch Robert Mohr, der Leiter der Darmst\u00e4dter Staatspolizeistelle war. Er war hauptverantwortlich f\u00fcr die Organisation der Deportation der Darmst\u00e4dter Juden. Nach dem Krieg wurde er zu acht Jahren Haft wegen Mithilfe zum Mord in mehreren tausend F\u00e4llen in der heutigen Ukraine verurteilt.<sup>10<\/sup> Der bekannteste Darmst\u00e4dter SS-Mann war aber Werner Best. Er machte sich als SS-Obergruppenf\u00fchrer verdient und war einer der einflussreichsten Planer des Polizeiapparats der GESTAPO. Dadurch wurde er mitschuldig an mindestens 8723 Morden. Nach dem Ende seiner SS-Karriere behinderte er ma\u00dfgeblich Ermittlungen der Alliierten, bspw. w\u00e4hrend den N\u00fcrnberger Prozessen. F\u00fcr seine Vergehen bekam er maximal acht Jahre Haft.<sup>11<\/sup> Doch selbst nach dem Krieg gingen die Darmst\u00e4dter Nazi-Karrieren weiter. Helene Elisabeth Prinzessin von Isenburg, geboren in Darmstadt, gr\u00fcndete die Stille Hilfe f\u00fcr Kriegsgefangene und Internierte, die ehemalige Nazi-Verbrecher auf der Flucht oder von den Alliierten Gefangene finanziell und mental unterst\u00fctzte.<sup>12<\/sup><\/p>\n<p><strong>Britischer Angriff &#8211; keine \u201eMassenvernichtungsgruppe Nr.5\u201c!<\/strong><sup>13<\/sup><\/p>\n<p>Es ist also eindeutig, dass die Darmst\u00e4dter in der Masse die selbe Nazieinstellung und den selben F\u00fchrergehorsam, wie der Rest der Deutschen vorweisen konnten. Somit kann von einem Opferstatus der Darmst\u00e4dter nicht gesprochen werden &#8211; doch welche Ziele verfolgten und erreichten die Briten mit ihrem Fl\u00e4chenbombardement am 12.09.1944<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal sollte, wie bei allen Luftangriffen auf deutsche St\u00e4dte, die deutsche Kriegsmotivation gebrochen werden. Gleichzeitig konnten durch das Errichten einer innerdeutschen Front, die Ost- und Westfront entlastet werden. Durch die Luftpr\u00e4senz sind 2\/3 der deutschen Luftwaffe und 1\/3 der Artillerie zerst\u00f6rt worden und konnten so nicht im Osten gegen die Sowjets oder im Westen gegen die Amerikaner bzw. Briten eingesetzt werden.<sup>14<\/sup> Daneben gab es noch kleinere milit\u00e4rische Erfolge zu vermelden, wie bspw. die Zerst\u00f6rung eines Munitionszuges am S\u00fcdbahnhof oder die Vernichtung einer Munitionskolonne auf der Rheinstra\u00dfe.<sup>15<\/sup> Gleichzeitig wurde die Firma Rh\u00f6m &amp; Haas getroffen, die Acrylglas herstellte, welches unabdingbar f\u00fcr den Bau deutscher Kampfflugzeuge war.<sup>16<\/sup> Auch die Technische Universit\u00e4t, an der sich das Institut f\u00fcr praktische Mathematik unter der Leitung Prof. Alwin Walthers mit der Entwicklung kriegswichtiger Rechenautomaten hervor tat, wurde getroffen.<sup>17<\/sup> Zudem konnte auch die TH-\u00fcbergreifende Raketenforschung nicht mehr fortgesetzt werden. Dar\u00fcber hinaus wurde auch die ideologische Komponente des deutschen Faschismus getroffen: Ca. 10.000 bis 15.000 Zwangsarbeiter konnten befreit werden, sofern sie nicht den Flammen und Bomben zum Opfer fielen. Gleichzeitig wurde das GESTAPO-Gef\u00e4ngnis in der Rundeturmstra\u00dfe zerst\u00f6rt, welches ungef\u00e4hr zwei Wochen (Inbetriebnahme: 31.08.1944) als KZ-Au\u00dfenlager f\u00fcr das KZ Natzweiler diente.<sup>18<\/sup><\/p>\n<p><strong>Vergangenheitsbew\u00e4ltigung und Darmst\u00e4dter Mythenbildung<\/strong><\/p>\n<p>Wie aber ging Darmstadt mit seiner Vergangenheit nach 1945 um? Trifft die Aussage des israelischen Soziologen und P\u00e4dagogen Yair Auron zu?: &#8222;Bedauernswert ist [&#8230;], dass die Judenverfolgung weder im breiteren Zusammenhang mit dem Antisemitismus in Europa, noch in Deutschland insbesondere behandelt wird.&#8220;<sup>19<\/sup> Dies muss wohl entschieden mit ja beantwortet werden, wie man bspw. am Darmst\u00e4dter Stadtlexikon erkennen kann. Der Inhalt erinnert an die Geschichtsschreibung Hans Mommsens, der den Holocaust wie folgt erkl\u00e4rt: &#8222;Die auf Dauerkonkurrenz sich aufl\u00f6sender Institutionen ausgerichtete Struktur des Regimes trieb [&#8230;] einen kumulativen Radikalisierungsprozess in eine Richtung voran, an deren Ende zwangsl\u00e4ufig die Liquidierung der Juden stand.&#8220;<sup>20<\/sup> Demnach sei die Vernichtung der Juden in Nazi-Deutschland eine notwendige Konsequenz von marktwirtschaftlichen Strukturen und ihrer Eigendynamiken gewesen. Die Deutschen seien also dem Wirtschafts- und Gesellschaftssystems zum Opfer gefallen, was sie zumindest kollektiv von jeglicher Verantwortung f\u00fcr die Shoah frei spricht. Dieser Tendenz folgend ist es nur konsequent, dass die Beschreibung der Brandnacht im Stadtlexikon mehr Platz einnimmt als die Darmst\u00e4dter T\u00e4tergeschichten.<\/p>\n<p>Die wenigen positiven Elemente der Darmst\u00e4dter NS-Zeit, wie bspw. Lord Frederick Cherwell, einem ehemaligen Studenten aus Darmstadt, der milit\u00e4rischer Berater Churchills war und aufgrund seiner umfassenden Ortskenntnisse einen gro\u00dfen Anteil an dem erfolgreichen Angriff hatte, wird als eine Art Kriegsverbrecher dargestellt.<sup>21<\/sup> Wir haben es also mit einer Art doppeltem Opfermythos zu tun, der typisch f\u00fcr ganz Deutschland ist: einerseits von au\u00dfen durch die RAF und andererseits von innen durch das in Deutschland herrschende System, welches den Deutschen aufgezwungen war und sie beherrschte. Dies entspricht einer kruden Auffassung von Totalitarismus, wonach Individuen in totalit\u00e4ren Systemen keine M\u00f6glichkeit zum Widerstand haben, also im Nachhinein nicht individuell zur Verantwortung gezogen werden k\u00f6nnen, da ihr Handlungsspielraum klar vorgegeben war. Der sozialdemokratische und kommunistische Widerstand, der auch in Darmstadt vorhanden war, spricht eine andere Sprache.<\/p>\n<p>Ein weiteres Glanzlicht Darmst\u00e4dter Vergangenheitsbew\u00e4ltigung stellt das Buch &#8222;Feuersturm und Widerstand &#8211; Darmstadt 1944&#8220; von Fritz Deppert und Peter Engels dar. Hierin werden die Darmst\u00e4dter Brandnacht (&#8222;Feuersturm&#8220;) und der antifaschistische Widerstand nebeneinander gestellt. Es soll anhand der Bombennacht und des Widerstands der Mythos der unschuldigen Deutschen weitergesponnen werden. Das Buch wurde zum 60. Jahrestag im Auftrag des Darmst\u00e4dter Magistrats und des damaligen OB Peter Benz herausgegeben. Auch der erste Nachkriegsb\u00fcrgermeister Ludwig Metzger hatte eine verdrehte Sicht auf die Vergangenheit. So entlie\u00df er nur 20 bis 30 seiner Beamten statt der 150 von der amerikanischen Milit\u00e4rregierung als Nazis identifizierten &#8211; das amerikanische Projekt Entnazifizierung scheiterte in Darmstadt also am deutschen Widerstand.<sup>22<\/sup> Metzger hatte auch ein klares Bild von Emigranten des Dritten Reichs. So bezog er klar Stellung gegen Thomas Mann, weshalb das Josef Strau\u00df Zitat \u00fcber Willy Brandt auch ihm in den Mund gelegt werden k\u00f6nnte: &#8222;Was haben Sie zw\u00f6lf Jahre lang drau\u00dfen gemacht? Wir wissen, was wir drinnen gemacht haben.&#8220;<sup>23<\/sup> Selbst 2006 lehnte die Darmst\u00e4dter Stadtverordnetenversammlung noch einen von 1200 zum Teil namhaften Autoren und Historikern unterzeichneten Appell ab, der forderte, die st\u00e4dtischen Ehrengr\u00e4ber neu zu bewerten und zum Beispiel ehemalige Nazis und Kriegsverbrecher zu entfernen.<\/p>\n<p><strong>Ausblick auf den 70. Jahrestag 2014<\/strong><\/p>\n<p>Man kann erkennen, dass in der Vergangenheit eine Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit in der Darmst\u00e4dter Vergangenheitsbew\u00e4ltigung vorhanden war. Wir stellen uns klar gegen geschichtsrevisionistische Ans\u00e4tze, die Deutschland eine Opferrolle in Bezug auf die Bombenangriffe zuschreiben wollen. Vor den Kriegshandlungen der Alliierten stand der industrielle Massenmord an sechs Millionen Juden, ein v\u00f6lkischer Imperialismus und der deutsche Faschismus in seiner Gesamtheit. Ohne die jubelnden Massen an deutschen B\u00fcrgern w\u00e4re dieser Verbrechen nicht m\u00f6glich gewesen und das kollektive Gedenken reiht sich in diesen nationalistischen Volksgedanken wieder ein. Daher fordern wir f\u00fcr den 11.09.2014, dass Ursache und Wirkung nicht verwechselt werden. Deutsche T\u00e4ter sind keine Opfer.<\/p>\n<p>Die kollektive Erinnerung an das, was geschehen ist, geh\u00f6rt allein den Juden f\u00fcr die die Bomben der Royal Air Force zu sp\u00e4t kamen; den Zwangsarbeitern, die sich bereits zu Tode geschuftet hatten, all denen, die dem deutschen Vernichtungsprojekt zum Opfer fielen; gedacht werden soll den gestorbenen Soldaten der Anti-Hitler-Koalition, die unter Einsatz ihres Lebens Juden unterst\u00fctzt haben; allen, die sich der deutschen Barbarei entschlossen entgegenstellten und SONST NIEMANDEM.<\/p>\n<p>1 Schmidt, Klaus 2003: Die Brandnacht. Dokumente von der Zerst\u00f6rung Darmstadts. Darmstadt, S. 5f.<\/p>\n<p>2 ebd., S.13<\/p>\n<p>3 Skroblies, Hannelore\/ Jetter, Christoph 2011: Widerstand und Verfolgung in Darmstadt in der Zeit des Nationalsozialismus. Darmstadt, S. 6f.<\/p>\n<p>4 Hessische Landeszeitung vom 3. Juli 1938<\/p>\n<p>5 He\u00df, Renate\/ Nichtweiss, Lisette\/ Zahedi, Ingrid 1992: Juden-Deportationen aus Darmstadt 1942\/43. Darmstadt, S.11f.<\/p>\n<p>6 ebd., S. 18<\/p>\n<p>7 ebd., S. 19<\/p>\n<p>8 Skroblies, Hannelore\/ Jetter, Christoph 2011: Widerstand und Verfolgung in Darmstadt in der Zeit des Nationalsozialismus. Darmstadt, S. 14<\/p>\n<p>9 Kautz, Fred 2008: \u201eWeh der L\u00fcge! Sie befreiet nicht&#8230;\u201c. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit im \u201eStadtlexikon Darmstadt\u201c. Lich, S. 13f.<\/p>\n<p>10 ebd., S. 34 ff.<\/p>\n<p>11 Skroblies, Hannelore\/ Jetter, Christoph 2011: Widerstand und Verfolgung in Darmstadt in der Zeit des Nationalsozialismus. Darmstadt, S. 53<\/p>\n<p>12 Kautz, Fred 2008: \u201eWeh der L\u00fcge! Sie befreiet nicht&#8230;\u201c. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit im \u201eStadtlexikon Darmstadt\u201c. Lich, S. 44f.<\/p>\n<p>13 Friedrich, J\u00f6rg 2002: Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945. M\u00fcnchen, S. 354<\/p>\n<p>14 Kautz, Fred 2008: \u201eWeh der L\u00fcge! Sie befreiet nicht&#8230;\u201c. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit im \u201eStadtlexikon Darmstadt\u201c. Lich, S. 53<\/p>\n<p>15 Schmidt, Klaus 2003: Die Brandnacht. Dokumente von der Zerst\u00f6rung Darmstadts. Darmstadt, S. 7f.<\/p>\n<p>16 Kautz, Fred 2008: \u201eWeh der L\u00fcge! Sie befreiet nicht&#8230;\u201c. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit im \u201eStadtlexikon Darmstadt\u201c. Lich, S. 54<\/p>\n<p>17 Pulla, Ralf 2010: \u201eVorhaben Peenem\u00fcnde\u201c. Die TH Darmstadt im raketentechnischen Netzwerk des \u201eDritten Reiches\u201c In: Dinckal, Noyan\/ Dipper, Christof\/ Mares, Detlev (Hg.): Die Selbstmobilisierung der Wissenschaft. Darmstadt, S. 115f.<\/p>\n<p>18 Kautz, Fred 2008: \u201eWeh der L\u00fcge! Sie befreiet nicht&#8230;\u201c. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit im \u201eStadtlexikon Darmstadt\u201c. Lich, S. 54<\/p>\n<p>19 Auron, Yair 2005: Der Schmerz des Wissens: Die Holocaust- und Genozid-Problematik im Unterricht. Lich, S. 193<\/p>\n<p>20 Mommsen, Hans: \u201eDie d\u00fcnne Patina der Zivilisation\u201c, Die Zeit, 30. August 1996, S.15<\/p>\n<p>21 Kautz, Fred 2008: \u201eWeh der L\u00fcge! Sie befreiet nicht&#8230;\u201c. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit im \u201eStadtlexikon Darmstadt\u201c. Lich, S. 52 f.<\/p>\n<p>22 ebd., S. 65<\/p>\n<p>23 ebd., S. 123ff.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/soundcloud.com\/kritische-wissenschaften\/sets\/erinnern-verdr-ngen-vergessen (falls nicht erreichbar bitte einfach eine Mail an: keineopfer [@] riseup [.] net ) &nbsp; 70 Jahre Darmst\u00e4dter Brandnacht\u00a0 Darmst\u00e4dter Vergangenheitsbew\u00e4ltigung und der Mythos von unschuldigen deutschen Opfern In der Nacht vom 11. zum 12. 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